BC Ferry nach Victoria
07. Mai - Nadja-
Hi there! Zeit, den Tag, obwohl erst 17:00 h Ortszeit, aufzuschreiben. Ich startete den Tag unverhältnismäßig früh mit einem nicht ganz fröhlichen Erwachen um halb sieben. Da saß der Ray schon seit einer Stunde wach im Bett und tipperte mit dem ADAC wegen unserer Autoversicherung. Alles geregelt, alles wird gut. Erstmal noch mal umdrehen, erstmal nochmal schlechtgelaunt wieder eingeschlafen. Beim zweiten Erwachen um halb acht sah die Welt schon besser aus. Nach der ersten wirklich heißen Dusche in diesem Hostel für mich, vorher hatten immer andere die gute Dusche besetzt und ich habe notgedrungen lauwarm mit eiskalten Einschüben geduscht, begann der Tag langsam rosige Formen anzunehmen. Ray besorgte uns 2 Kaffee und Muffins, wir kippten uns die restliche Milch von gestern in die Becher, führten die mit heißer Verheißung gefüllten Behälter der Hoffnung an die vor Vorfreude feucht seiernden Lippen und ... IGITT! Mittlere Catastrophe! Alles voller hellbrauner Klümpchen hier. Merke: Milch hat in Kanada nicht die gleiche Haltbarkeit wie in Good Ol`Germany. Alles wegkippen im Herrenklo, die gleiche Aktion nochmal starten mit Kaffeeweißer und dann Skype anschmeißen und mit Joachim und Melanie ein schön albernes Ferngespräch inklusive hängendem Bild und Tonausfällen geführt. Sehr schön. Auch das funktioniert also. Herrlich, wir können sogar altbekannte Gesichter sehen wenn wir wollen. Dann das Chaos im Zimmer einsammeln und alles zusammenpacken. 11 Uhr ist Checkout-Time im Hostel. Rüber mit allem Wichtigen und Unwichtigem ins neue Auto und auf ging die Tour Richtung Fähranleger. Mit einigen Schlenkern und ungeplanten Zwischenstops, und immer wieder Sushi zwischendurch. Der erste Canadian Tire auf unserem Weg entpuppte sich als Ramschladen und nicht die erhoffte Goldmine voller brauchbarer Dinge. Ab ins Vehikel und weiter gings.Glücklicherweise verfuhren wir uns nocheinmal und landeten an einem größeren Exemplar wo wir dann erstmal einen 2-Flammen-Gaskocher, Propangasflaschen, eine Luftmatraze für zwei, Moskitospray, Raincoats etc... erstanden. Hälfte der Ausrüstung ist beisammen! Nächster Stop war das Yahoan Centre, eine China-Mall. Zur Erklärung: durch die Nähe der Westküste zu China und Japan, gibts hier eine stetig wachsende, und bereits sehr große asiatische Gemeinde. Wir waren denn auch die einzigen Kaukasier die sich dort herumtrieben. Und ratet mal, was wir gekauft haben?! Sushi natürlich. Diesmal to-go. Super, so mag ich das. Kurz darauf waren wir dann endlich auf dem richtigen Weg zum Fähranlieger in Tsawassen nach Vancouver Island. Dort steht der Wagen jetzt in Warteposition und gleich gehts los. Der Rest des Tages folgt beizeiten. Nachdem wir also an Bord gefahren waren und unseren Wagen im Parkdeck abgestellt hatten, bezogen wir unseren Aussichtspunkt am oberen Deck mit Sicht auf die Dinge die da kamen. Und was da kam! Ich bräuchte wohl neue Vokabeln, um auszudrücken wie atemberaubend schön diese Insel schon bei der Hinfahrt war. Im Abendlicht sahen wir die dunstigen, blaugetönten Gebirge des Eilands heranziehen. Dramatische Wolkenformationen hingen an den Gipfeln, kleine, neckische Wölkchen über den Stränden, Schwärme von Seeschwalben flohen vor der Fähre und majestätische Sturmmöwen geleiteten uns. Ich rannte eigentlich immer nur zwischen dem geschützen Aussichtsdeck und der windigen Reling hin und her, unentwegt fotografierend. Inselchen und Felsen im schwindenden Licht, überzogen von Bäumen, Bäumen, Bäumen... Aufgewühltes tief- bis azurblaues Wasser und immer dieser Duft von Salz, Tang und Tannenwald. Wer hier nicht war, der muss hierhin! Landung war um acht Uhr abends und wir verliessen den Kahn fast ganz zuletzt. Eine lange, vielversprechende Fahrt schloss sich an durch das Vorland von Victoria, vorbei an Sidney by the Ocean, durch Wälder und Felder unter einem aufsteigenden Vollmond. Fantastisch. In Victoria angekommen, suchten wir zuerst nach einem Hostel, an das sich Ray noch von seiner letzten Reise erinnerte. Aber dort angekommen, mussten wir feststellen, das dieses Gebäude inzwischen als Mehrfamilienhaus dient. Also umgedreht, und ab in die Pandora Ave zum Oceans Inn Backpackers Hostel. Dort haben wir uns eingenistet bis Samstag früh. Heute Abend waren wir zu müde, um noch die City zu erkunden. Also nur kurz runter ins Cafe und das nach-zehn-Uhr-Angebot bestellt: ein kleiner Pitcher Bier (0.75 l) und dazu Piroggen mit Sauercreme und Nudelsalat. Nicht sehr gut, aber sättigend. Morgen schreibt euch der Ray dann wieder eine GuteNachtGeschichte. Stay tuned! Eure Nadja.
Hi there! Zeit, den Tag, obwohl erst 17:00 h Ortszeit, aufzuschreiben. Ich startete den Tag unverhältnismäßig früh mit einem nicht ganz fröhlichen Erwachen um halb sieben. Da saß der Ray schon seit einer Stunde wach im Bett und tipperte mit dem ADAC wegen unserer Autoversicherung. Alles geregelt, alles wird gut. Erstmal noch mal umdrehen, erstmal nochmal schlechtgelaunt wieder eingeschlafen. Beim zweiten Erwachen um halb acht sah die Welt schon besser aus. Nach der ersten wirklich heißen Dusche in diesem Hostel für mich, vorher hatten immer andere die gute Dusche besetzt und ich habe notgedrungen lauwarm mit eiskalten Einschüben geduscht, begann der Tag langsam rosige Formen anzunehmen. Ray besorgte uns 2 Kaffee und Muffins, wir kippten uns die restliche Milch von gestern in die Becher, führten die mit heißer Verheißung gefüllten Behälter der Hoffnung an die vor Vorfreude feucht seiernden Lippen und ... IGITT! Mittlere Catastrophe! Alles voller hellbrauner Klümpchen hier. Merke: Milch hat in Kanada nicht die gleiche Haltbarkeit wie in Good Ol`Germany. Alles wegkippen im Herrenklo, die gleiche Aktion nochmal starten mit Kaffeeweißer und dann Skype anschmeißen und mit Joachim und Melanie ein schön albernes Ferngespräch inklusive hängendem Bild und Tonausfällen geführt. Sehr schön. Auch das funktioniert also. Herrlich, wir können sogar altbekannte Gesichter sehen wenn wir wollen. Dann das Chaos im Zimmer einsammeln und alles zusammenpacken. 11 Uhr ist Checkout-Time im Hostel. Rüber mit allem Wichtigen und Unwichtigem ins neue Auto und auf ging die Tour Richtung Fähranleger. Mit einigen Schlenkern und ungeplanten Zwischenstops, und immer wieder Sushi zwischendurch. Der erste Canadian Tire auf unserem Weg entpuppte sich als Ramschladen und nicht die erhoffte Goldmine voller brauchbarer Dinge. Ab ins Vehikel und weiter gings.Glücklicherweise verfuhren wir uns nocheinmal und landeten an einem größeren Exemplar wo wir dann erstmal einen 2-Flammen-Gaskocher, Propangasflaschen, eine Luftmatraze für zwei, Moskitospray, Raincoats etc... erstanden. Hälfte der Ausrüstung ist beisammen! Nächster Stop war das Yahoan Centre, eine China-Mall. Zur Erklärung: durch die Nähe der Westküste zu China und Japan, gibts hier eine stetig wachsende, und bereits sehr große asiatische Gemeinde. Wir waren denn auch die einzigen Kaukasier die sich dort herumtrieben. Und ratet mal, was wir gekauft haben?! Sushi natürlich. Diesmal to-go. Super, so mag ich das. Kurz darauf waren wir dann endlich auf dem richtigen Weg zum Fähranlieger in Tsawassen nach Vancouver Island. Dort steht der Wagen jetzt in Warteposition und gleich gehts los. Der Rest des Tages folgt beizeiten. Nachdem wir also an Bord gefahren waren und unseren Wagen im Parkdeck abgestellt hatten, bezogen wir unseren Aussichtspunkt am oberen Deck mit Sicht auf die Dinge die da kamen. Und was da kam! Ich bräuchte wohl neue Vokabeln, um auszudrücken wie atemberaubend schön diese Insel schon bei der Hinfahrt war. Im Abendlicht sahen wir die dunstigen, blaugetönten Gebirge des Eilands heranziehen. Dramatische Wolkenformationen hingen an den Gipfeln, kleine, neckische Wölkchen über den Stränden, Schwärme von Seeschwalben flohen vor der Fähre und majestätische Sturmmöwen geleiteten uns. Ich rannte eigentlich immer nur zwischen dem geschützen Aussichtsdeck und der windigen Reling hin und her, unentwegt fotografierend. Inselchen und Felsen im schwindenden Licht, überzogen von Bäumen, Bäumen, Bäumen... Aufgewühltes tief- bis azurblaues Wasser und immer dieser Duft von Salz, Tang und Tannenwald. Wer hier nicht war, der muss hierhin! Landung war um acht Uhr abends und wir verliessen den Kahn fast ganz zuletzt. Eine lange, vielversprechende Fahrt schloss sich an durch das Vorland von Victoria, vorbei an Sidney by the Ocean, durch Wälder und Felder unter einem aufsteigenden Vollmond. Fantastisch. In Victoria angekommen, suchten wir zuerst nach einem Hostel, an das sich Ray noch von seiner letzten Reise erinnerte. Aber dort angekommen, mussten wir feststellen, das dieses Gebäude inzwischen als Mehrfamilienhaus dient. Also umgedreht, und ab in die Pandora Ave zum Oceans Inn Backpackers Hostel. Dort haben wir uns eingenistet bis Samstag früh. Heute Abend waren wir zu müde, um noch die City zu erkunden. Also nur kurz runter ins Cafe und das nach-zehn-Uhr-Angebot bestellt: ein kleiner Pitcher Bier (0.75 l) und dazu Piroggen mit Sauercreme und Nudelsalat. Nicht sehr gut, aber sättigend. Morgen schreibt euch der Ray dann wieder eine GuteNachtGeschichte. Stay tuned! Eure Nadja.
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