Wildnis und Einkaufstour
13. Mai -Nadja-
Ha! Wir leben noch! Trotz nächtlicher Schreckhupkonzerte und ständiger Nervosität aufgrund von Wildtieraktivität. Nach einer weiteren erquicklichen Nacht dank 3 Lagen Klamotten + Schal + Mütze + Wärmflasche - ja ich bins! - erwachte ich zum zarten Prasseln des Regens auf unser Zelt. Supi! Endlich Regen. Das wurd aber auch mal Zeit! Sah ja schon alles ganz vertrocknet hier aus im Regenwald der Pazifikküste. Nachdem es Reinhard, der nicht mehr schlafen konnte, mich mit einem Kaffee aus dem Schlafsack zu locken gelang, sah die Welt trotz Feuchtigkeit gleich ein Stückchen wärmer aus. Ich trollte mich ins Waschhaus, reinigte mich so gut es ging vom Lagerfeuergeruch, und kehrte zu einem beinahe abgebauten Lager zurück. Auf dem Rückweg fiel mir noch ein Stapel Feuerholz unter der Sitzbank der Nachbarparzelle auf. Die Nachfolgenden Bewohner wussten von nichts, also haben wir das Gratis-Feuerchen gleich mit eingepackt. Cool. Kostet ja auch n bisschen was. Beim Auschecken haben wir der Verwalterin noch schnell ein paar Komplimente über den schönen und gut geführten Campingplatz gemacht, und wurden daraufhin umso freundlicher verabschiedet. Wir wollen ja evtl. mal wiederkommen.
Weils leider wieder mehr mit der aufziehenden Luftfeuchtigkeit wurde, setzten wir den Kurs gen Port Alberni zurück, mit dem Ziel vor Augen, endlich mal unsere Ausrüstung/Vorräte zusammen zu bekommen. Zurück gings durch bergige und enge Kurvenstraßen. Diesmal hatte der Reinhard seinen Spaß am Steuer. Beim Kennedy Lake sahen wir Leute am Straßenrand stehen und mit ihren Kameras aufgeregt ins Grüne schielen. Mhhhm? Neues kanadisches Hobby? Nach einem angestrengten Blick den Hügel hinan, erspähte ich einen Schwarzbären am Rand der Schotterpiste. De Bär, de Bär! Anhalten, umdrehen, an den Rand fahren, Fenster aufkurbeln und tadaa! das erste Bärenbild unserer Reise. Nur damit ihr uns auch glaubt, wenn wir wiederkommen und von Begegnungen voller Pelz und Grunzen erzählen. Lasst euch übrigens nichts anderes aufbinden. Schwarzbären sind GROSS! Da frag ich mich doch, wie groß wohl so ein Grizzly wird?!
Aber weiter im Text. Wir waren ja noch auf dem Weg zum Einkaufsrausch in Port Alberni oder so. Wir stolperten auf dem Weg dorthin über einen günstigen Lebensmittelmarkt, kurz danach hielten wir noch bei einem gut bestückten Canadian Tire und kauften weiteres Camping-Gerümpel wie Grillrost und Flickzeug. Jippiehhh! Zusammen mit 2 weiteren Plastikboxen sollten wir erstmal einige Tage im Strathcona Park überstehen können. Aber soweit kams gar nicht erst. Mit einem kritischen Blick auf den zunehmend dunkler werdenden Himmel, machten wir eine kleine Schleifentour Richtung Comox Valley in einen kleinen Ort namens Cumberland. Dort sollte laut unserem Lonely Planet Reiseführer eines der besten Hostels von VI sein. Das Riding Fool Hostel. Na gut. Es goss zwischenzeitig in Strömen, da kam der Gedanke an zelten gar nicht mehr auf.
In Cumberland angekommen, so um die 1000 Einwohner, fuhren wir auch geradewegs aufs Hostel zu. Die ganze süße, kleine Stadt macht einen sehr urigen Eindruck. Historisch gewachsen, nennt man das wohl. Alle Gebäude schienen noch direkt aus Pionierzeiten erhalten. Das Hostel übrigens auch. Schon als wir reingingen fiel uns auf: Woah, ist das groß hier! Das Büro war geschlossen, aber einem Hinweiszettel folgend, stiegen wir die Treppen hinauf und fanden den Inhaber/Betreiber namens Innes in der riesigen Hostelküche vor. Das Einchecken war denn auch schnell erledigt, und kaum hatten wir alles einmal im Schnelldurchgang mit Innes besichtigt, waren wir auch schon tief beeindruckt. So kann ein Hostel also auch aussehen! Alles geräumig und luftig, voller altem und sehenswerten Schnickschnack und ausgestattet mit solchen Annehmlichkeiten wie grossen, sauberen Badezimmern und gratis Billiard. Sogar die Wäsche kann man sich hier für 5$ waschen lassen. Jawoll!
Auf Empfehlung von Innes sind wir nach einer langen, heißen Dusche auf die andere Straßenseite gewechselt und in den örtlichen Pub eingekehrt. Dort war heute Burger-Special. Das haben wir noch mitgenommen, inklusiver Einheimischen-Ratschlägen zum richtigen Verhalten beim Bärentreff und einigen Tipps für das Nordende der Insel. Aber so weit sind wir ja noch lange nicht.
Jetzt sitz ich hier auf der ungemein bequemen Loung-Couch und lade und lade und lade Bilder und Texte hoch. Per Wireless ... gehts doch nicht so schnell wie zuhause über Flatrate. Nachdem ich kurz mal unseren blog auf neue Kommentare gecheckt habe, hat Reinhard euch auch noch eine Karte fotografiert. Kommt gleich noch. Wer doch genauer wissen will, wo wir gerade sind, kann die in diesem Blog auftauchenden Orts-/Parknamen auch bei Google-Maps eingeben. Da seht ihr dann jeden Weg den wir gehen oder fahren können ; )
Bis demnächst, jetzt verabschieden wir uns erstmal wieder ins Grüne. Kann also ein paar Tage dauern bis zum nächsten Eintrag.
Lieben Gruß nach Europa,
eure Nadja.
Ha! Wir leben noch! Trotz nächtlicher Schreckhupkonzerte und ständiger Nervosität aufgrund von Wildtieraktivität. Nach einer weiteren erquicklichen Nacht dank 3 Lagen Klamotten + Schal + Mütze + Wärmflasche - ja ich bins! - erwachte ich zum zarten Prasseln des Regens auf unser Zelt. Supi! Endlich Regen. Das wurd aber auch mal Zeit! Sah ja schon alles ganz vertrocknet hier aus im Regenwald der Pazifikküste. Nachdem es Reinhard, der nicht mehr schlafen konnte, mich mit einem Kaffee aus dem Schlafsack zu locken gelang, sah die Welt trotz Feuchtigkeit gleich ein Stückchen wärmer aus. Ich trollte mich ins Waschhaus, reinigte mich so gut es ging vom Lagerfeuergeruch, und kehrte zu einem beinahe abgebauten Lager zurück. Auf dem Rückweg fiel mir noch ein Stapel Feuerholz unter der Sitzbank der Nachbarparzelle auf. Die Nachfolgenden Bewohner wussten von nichts, also haben wir das Gratis-Feuerchen gleich mit eingepackt. Cool. Kostet ja auch n bisschen was. Beim Auschecken haben wir der Verwalterin noch schnell ein paar Komplimente über den schönen und gut geführten Campingplatz gemacht, und wurden daraufhin umso freundlicher verabschiedet. Wir wollen ja evtl. mal wiederkommen.
Weils leider wieder mehr mit der aufziehenden Luftfeuchtigkeit wurde, setzten wir den Kurs gen Port Alberni zurück, mit dem Ziel vor Augen, endlich mal unsere Ausrüstung/Vorräte zusammen zu bekommen. Zurück gings durch bergige und enge Kurvenstraßen. Diesmal hatte der Reinhard seinen Spaß am Steuer. Beim Kennedy Lake sahen wir Leute am Straßenrand stehen und mit ihren Kameras aufgeregt ins Grüne schielen. Mhhhm? Neues kanadisches Hobby? Nach einem angestrengten Blick den Hügel hinan, erspähte ich einen Schwarzbären am Rand der Schotterpiste. De Bär, de Bär! Anhalten, umdrehen, an den Rand fahren, Fenster aufkurbeln und tadaa! das erste Bärenbild unserer Reise. Nur damit ihr uns auch glaubt, wenn wir wiederkommen und von Begegnungen voller Pelz und Grunzen erzählen. Lasst euch übrigens nichts anderes aufbinden. Schwarzbären sind GROSS! Da frag ich mich doch, wie groß wohl so ein Grizzly wird?!
Aber weiter im Text. Wir waren ja noch auf dem Weg zum Einkaufsrausch in Port Alberni oder so. Wir stolperten auf dem Weg dorthin über einen günstigen Lebensmittelmarkt, kurz danach hielten wir noch bei einem gut bestückten Canadian Tire und kauften weiteres Camping-Gerümpel wie Grillrost und Flickzeug. Jippiehhh! Zusammen mit 2 weiteren Plastikboxen sollten wir erstmal einige Tage im Strathcona Park überstehen können. Aber soweit kams gar nicht erst. Mit einem kritischen Blick auf den zunehmend dunkler werdenden Himmel, machten wir eine kleine Schleifentour Richtung Comox Valley in einen kleinen Ort namens Cumberland. Dort sollte laut unserem Lonely Planet Reiseführer eines der besten Hostels von VI sein. Das Riding Fool Hostel. Na gut. Es goss zwischenzeitig in Strömen, da kam der Gedanke an zelten gar nicht mehr auf.
In Cumberland angekommen, so um die 1000 Einwohner, fuhren wir auch geradewegs aufs Hostel zu. Die ganze süße, kleine Stadt macht einen sehr urigen Eindruck. Historisch gewachsen, nennt man das wohl. Alle Gebäude schienen noch direkt aus Pionierzeiten erhalten. Das Hostel übrigens auch. Schon als wir reingingen fiel uns auf: Woah, ist das groß hier! Das Büro war geschlossen, aber einem Hinweiszettel folgend, stiegen wir die Treppen hinauf und fanden den Inhaber/Betreiber namens Innes in der riesigen Hostelküche vor. Das Einchecken war denn auch schnell erledigt, und kaum hatten wir alles einmal im Schnelldurchgang mit Innes besichtigt, waren wir auch schon tief beeindruckt. So kann ein Hostel also auch aussehen! Alles geräumig und luftig, voller altem und sehenswerten Schnickschnack und ausgestattet mit solchen Annehmlichkeiten wie grossen, sauberen Badezimmern und gratis Billiard. Sogar die Wäsche kann man sich hier für 5$ waschen lassen. Jawoll!
Auf Empfehlung von Innes sind wir nach einer langen, heißen Dusche auf die andere Straßenseite gewechselt und in den örtlichen Pub eingekehrt. Dort war heute Burger-Special. Das haben wir noch mitgenommen, inklusiver Einheimischen-Ratschlägen zum richtigen Verhalten beim Bärentreff und einigen Tipps für das Nordende der Insel. Aber so weit sind wir ja noch lange nicht.
Jetzt sitz ich hier auf der ungemein bequemen Loung-Couch und lade und lade und lade Bilder und Texte hoch. Per Wireless ... gehts doch nicht so schnell wie zuhause über Flatrate. Nachdem ich kurz mal unseren blog auf neue Kommentare gecheckt habe, hat Reinhard euch auch noch eine Karte fotografiert. Kommt gleich noch. Wer doch genauer wissen will, wo wir gerade sind, kann die in diesem Blog auftauchenden Orts-/Parknamen auch bei Google-Maps eingeben. Da seht ihr dann jeden Weg den wir gehen oder fahren können ; )
Bis demnächst, jetzt verabschieden wir uns erstmal wieder ins Grüne. Kann also ein paar Tage dauern bis zum nächsten Eintrag.
Lieben Gruß nach Europa,
eure Nadja.
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