Strathcona Park Teil 1
14. Mai -Reinhard-
Nachdem wir gestern zum Abschluss des Tages noch ein paar Queues am Billardtisch verbogen hatten, schliefen wir als einzige Gäste der Herberge recht ausgiebig im Doppel-Brett. Am Morgen verköstigte uns die Nadja mit Spiegelei und Toastbrot, dann warfen wir die Maschine an und gondelten auf dem alten Teil vom Highway die Insel weiter herauf. Bei Oyster Bay legten wir eine Fotopause ein, das Wetter war toll und die Aussicht erschlagend.
Alsbald erreichten wir Campbell River, einen Ferienort mit 35 000 Einwohnern. Dort versorgten wir uns mit Infomaterial und frischem Brot, außerdem durfte jeder noch einmal das Wasserklosett im Community-Center benutzen.
Dann bogen wir wieder ins Inselinnere ab und verließen die Zivilisation. Fast 50 Km weiter liegt der Strathcona Park, der älteste Provincial Park der Insel. Dem Ufer des Buttle-Lakes entlang folgten wir der Straße bis zur Hälfte des Sees und dort fanden wir den Ralph-River-Campground. Zwischen Fluss und See lag im Wald verborgen ein kleiner Campingplatz, wenig Gäste waren vor Ort, kleine Buchten garantierten die Privatsphäre. Wir schlugen unser Lager auf der Flusseite auf, direkt am Platz hatten wir nun fließend Wasser. Bei Sonne betrachtet ein perfektes Stück Erde. Unsere neue Regenplane wurde 3 m x 3.5 m aufgespannt, das nasse Zelt wurde getrocknet und alle Klamotten wurden gelüftet.Das Auto wurde entrümpelt und mit einer eigens zu diesem Zweck erworbenen Bürste ausgeschrubbelt. Als unser Camp eingerichtet war, fing die Nadja mit den Essensvorbereitungen an, während Reinhard sich dem Lagerfeuer zuwandte. Das erbeutete Klafter Holz stellte sich als wassergetränkt heraus, der Wind stand ungünstig und mit dem Taschenmesser konnte Reinhard das Holz nicht schnell genug kleinschnitzen. Also zog die Nadja zu den Nachbarn und borgte uns eine Axt. Währendessen schaffte es der ausgebildete Handwerker, den Blasebalg anzusengen, sich die Finger zu verbrennen, die Petroliumlampe umzuwerfen, das qualmende Feuer zu töten, einen Campingstuhl zu durchlöchern - und das Flickenmaterial für die Luftmatratze war auch scheiße. Nadja hatte viel zu lachen, für Unterhaltung war gesorgt. Natürlich bekamen wir ein stattliches Feuer in Gang, worauf lecker eine Schale Kartoffelschnitze briet, und das Fleisch brutzelte zischend über der heißen Glut.
Unser Abendessen genossen wir im Hellen, das war uns vorher noch nicht gelungen. Später saßen wir in gemütlicher Runde am Feuer, prosteten uns grinsend zu und bei der Gelegenheit lernten wir uns gegenseitig näher kennen. So kann der Urlaub gerne weiter gehen. Reinhard briet sich zu später Stunde seinen Stein und Nadja bekam ihre blaue Wärmflasche in den Schlafsack gelegt. Ein Hotel mit vorgewärmten Schlafanzug muss hier erst einmal gefunden werden, sehr noble Gegend.
Nachdem wir gestern zum Abschluss des Tages noch ein paar Queues am Billardtisch verbogen hatten, schliefen wir als einzige Gäste der Herberge recht ausgiebig im Doppel-Brett. Am Morgen verköstigte uns die Nadja mit Spiegelei und Toastbrot, dann warfen wir die Maschine an und gondelten auf dem alten Teil vom Highway die Insel weiter herauf. Bei Oyster Bay legten wir eine Fotopause ein, das Wetter war toll und die Aussicht erschlagend.
Alsbald erreichten wir Campbell River, einen Ferienort mit 35 000 Einwohnern. Dort versorgten wir uns mit Infomaterial und frischem Brot, außerdem durfte jeder noch einmal das Wasserklosett im Community-Center benutzen.
Dann bogen wir wieder ins Inselinnere ab und verließen die Zivilisation. Fast 50 Km weiter liegt der Strathcona Park, der älteste Provincial Park der Insel. Dem Ufer des Buttle-Lakes entlang folgten wir der Straße bis zur Hälfte des Sees und dort fanden wir den Ralph-River-Campground. Zwischen Fluss und See lag im Wald verborgen ein kleiner Campingplatz, wenig Gäste waren vor Ort, kleine Buchten garantierten die Privatsphäre. Wir schlugen unser Lager auf der Flusseite auf, direkt am Platz hatten wir nun fließend Wasser. Bei Sonne betrachtet ein perfektes Stück Erde. Unsere neue Regenplane wurde 3 m x 3.5 m aufgespannt, das nasse Zelt wurde getrocknet und alle Klamotten wurden gelüftet.Das Auto wurde entrümpelt und mit einer eigens zu diesem Zweck erworbenen Bürste ausgeschrubbelt. Als unser Camp eingerichtet war, fing die Nadja mit den Essensvorbereitungen an, während Reinhard sich dem Lagerfeuer zuwandte. Das erbeutete Klafter Holz stellte sich als wassergetränkt heraus, der Wind stand ungünstig und mit dem Taschenmesser konnte Reinhard das Holz nicht schnell genug kleinschnitzen. Also zog die Nadja zu den Nachbarn und borgte uns eine Axt. Währendessen schaffte es der ausgebildete Handwerker, den Blasebalg anzusengen, sich die Finger zu verbrennen, die Petroliumlampe umzuwerfen, das qualmende Feuer zu töten, einen Campingstuhl zu durchlöchern - und das Flickenmaterial für die Luftmatratze war auch scheiße. Nadja hatte viel zu lachen, für Unterhaltung war gesorgt. Natürlich bekamen wir ein stattliches Feuer in Gang, worauf lecker eine Schale Kartoffelschnitze briet, und das Fleisch brutzelte zischend über der heißen Glut.
Unser Abendessen genossen wir im Hellen, das war uns vorher noch nicht gelungen. Später saßen wir in gemütlicher Runde am Feuer, prosteten uns grinsend zu und bei der Gelegenheit lernten wir uns gegenseitig näher kennen. So kann der Urlaub gerne weiter gehen. Reinhard briet sich zu später Stunde seinen Stein und Nadja bekam ihre blaue Wärmflasche in den Schlafsack gelegt. Ein Hotel mit vorgewärmten Schlafanzug muss hier erst einmal gefunden werden, sehr noble Gegend.
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