Faul am Strand

Veröffentlicht auf von Nadja + Reinhard

23. Mai -Nadja-

Natürlich haben wir auch noch nachdem unsere Nachbarn uns verlassen hatten den Weg ins Zelt noch nicht gefunden. Wir beglückwunschten uns noch gegenseitig etwa eine Stunde lang gegenseitig zur Wahl unseres Urlaubsortes, dann hatte die Flut ihren Maximalstand erreicht, und Reinhard nahm mich an die Hand, um mir Stadtpflanze mal das seltene und kostbare Geräusch der rücklaufenden Brandung auf kinderkopfgroßen Kieselsteinen nahezubringen. Schöönes Brschschklonkklonklonkggggg!

Danach schliefen wir wieder wunderbar am Strand und kamen etwas später aus dem Polyester als sonst. Kupers enthusiatisches Gebell direkt neben meinem Gehörgang trug dazu wesentlich bei. Die freundlichen Menschen von nebenan waren natürlich früher gestartet und wollten sich gerne bei uns für den gemütlichen Abend am flackernden Kamin revanchieren. Nach dem Zähneschrubbeln und Gesichtwaschen saßen wir bei den beiden im gemütlich eingerichten Pickupwohnauflieger und bekamen unsere ersten Homemade-Pancakes inklusive einheimischen Ahornsirup und starkem Kaffe plus Sojamilch. Das war lecker und die Konversation floss wieder. Wir wurden noch eingeladen, auf dem Weg die Insel runter in Parksville bei ihnen reinzuschauen, und dort am regelmäßig stattfindenden King Prawn Essen teilzunehmen. Also tauschten wir noch Email-Adressen und Anschriften, machten ein paar gegenseitige Abschiedsbilder am Strand und sagten uns Goodbye. Wow, wirklich herzlich die Leutchen.

Wir hatten uns vorgenommen, das gute Wetter zu genießen und so ließen wir den sonnigen Tag an uns vorüberplätschern. Ein ausgedehnter Strandspaziergang war das Entree in den Urlaubstag. Viel mehr haben wir eigentlich auch gar nicht getan. Ich saß in der Sonne und holte mir meinen ersten Sonnenbrand und danach verkrochen wir uns wieder im Zelt, um noch 2 oder 3 Stunden zu schlafen. Fürs Abendbrot war schon alles vorbereitet, Reinhard hackte uns noch mehr Holz klein, ich mischte uns noch einen Reissalat zusammen und schon saßen wir wieder am Grill. Nach dem obligatorischen BBQ gab die Sonne ihre Abschiedsarie in Rosarot und wir verkrümelten uns ein wenig früher in die Schlafsäcke. Am nächsten Tag wollten wir zeitig weg, weil wir Richtung Cape Scott aufbrechen wollten und gehört hatten, dass die Fahrt über die Schotterpisten den halben Tag dauern sollte.

Ein wahrer Ferientag am Strand. Musste einfach auch mal sein.
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