Golden

Veröffentlicht auf von Nadja + Reinhard

05. Juni -Reinhard-

Weil es gerade passte schrieb ich gleich weiter. Wir räumten die Zimmereinrichtung ins Auto und fuhren davon. Schnell wollten wir die Stadt verlassen, doch die wollte uns nicht ziehen lassen. Erst musste die Nadja in eine "Humpel-herein-Klinik", um das Knie beäugen zu lassen. Diese "Walk-in-Cliniks" sind wesentlich preiswerter als Krankenhäuser und behandeln im Land alles was ambulant verarztet werden kann. Nach verhältnismäßig kurzem Aufenthalt hieß die Diagnose: Weiter machen wie bisher. Noch eine Woche Schiene tragen, dann leichte Übungen beginnen und wieder in Deutschland einen guten Therapeuten besuchen.
 
Wir begaben uns auf die Straße nach Norden und mussten nach wenigen Kilometern wieder anhalten. Wegen Straßenarbeiten war der Highway gesperrt, eine Umleitung war nicht möglich. Also packten wir die Stühle aus und saßen eine Stunde in der Sonne. Deshalb erreichten wir Kelowna auch erst am frühen Nachmittag und probierten eine weitere Restaurantkette aus. Wir wollen möglichst viele Massenfüttereinrichtungen probieren, heute war es Boston Pizza. Sehr empfehlenswert, gutes Essen, guter Service und schöne Einrichtung. Ein paar Meilen sollten wir heute aber noch fahren, wir setzten die Segel und schifften in die Berge. Durch saftige Täler steuerten wir immer weiter hinauf und als es dämmerte erreichten wir Golden. Wir hatten in unserem ganzen Papierkram das Hostel nicht mehr gefunden und in der Stadt wusste heute auch keiner mehr Bescheid. Also suchten wir das billigste Motel, das war nicht so günstig wie erwartet. Aber eine halbe Küchenzeile war aus Versehen dabei und wir kochten eine halbe Nudelsuppe. Schnell wurden wir müde und sanken in die Kissen.

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
J
Oh ja, Golden kenne ich auch noch. Für mehr als mit einem Bratgutwender das Eis von den Scheiben eines Mercury zu kratzen ist dieses Nest einfach nicht geschaffen :-)
Antworten